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Langhe
Rosso doc Pria-Capalot
Rebsorte: Reiner Merlot.
Anbaugebiet: San Biagio und Pria-Capalot in der Gemeinde La Morra. Anpflanzungen aus dem Jahr 2001. Der erstere mit östlicher, südöstlicher Ausrichtung und ton- und kalkhaltiger Bodenbeschaffenheit. Der zweite liegt auf einem mittelhohen Streifen der Gemeinde La Morra – die Höhenlage variiert zwischen 350 und 400 Metern üdM – mit östlicher Ausrichtung.
Die Bodenbeschaffenheit besteht aus ton- und kalkhaltigem Mergel – hier wurden auch kleine aber bedeutende Fossilien gefunden, die die Herkunft der einstigen Meeressedimentation belegen – durchzogen von Sandadern.
Der Dialektausdruck “Pria” bezeichnete früher den Begriff “Pietra” (Stein), für den die nach wie vor vorhandenen Sandsteinschichten als Zeugnis stehen, die sich durch die Witterungseinflüsse zersetzen, und dazu beitragen den Sandgehalt zu erhöhen.
Weinlese: In den ersten zehn Tagen vom Oktober, gewöhnlich spät, um überreife Trauben zu erhalten. Außerdem ermöglicht es die per Hand vorgenommene Ausdünnung in den Monaten vor der Weinlese, den gemüsigen Sinneseindruck, im Besonderen den Paprikageschmack zu reduzieren, und angenehm fruchtige Noten zum Ausdruck zu bringen. Der Ertrag pro Hektar liegt immer unter der gesetzlich vorgeschriebenen Grenze (90dz/ha), ein Ergebnis der gründlichen Ausdünnung, und schwankt zwischen 50 und 60 dz/ha.
Weinbereitung: Die 15-20 Tage dauernde Einmaischung erfolgt in thermokonditionierten Edelstahltanks, um das Risiko einer Erwärmung des Tresters und das damit verbundene Auftreten unerwünschter Geschmacksnoten (Karamell-Geschmack) zu verhindern. Während dieses Zeitraums wird der Most häufig vorsichtig umgewälzt, um die Masse gut zu vermengen, was die Fermentation und die enzymatischen Prozesse anregt, und die Ausbildung der Aromastoffe begünstigt, im Besonderen die fruchtigen Komponenten. Außerdem werden bei diesem Arbeitsschritt die nobelsten Polyphenole herausgelöst, die dem Wein den samtigen und weichen Eindruck verleihen.
Ausbau: 12 Monate in 500l Fässern aus französischem Eichenholz. Während dieser Reifung werden die Tannine weicher und die blumigen und fruchtigen Noten intensiver.
Farbe: Intensives Rubinrot.
Geruch: Die Nase ist komplex und einnehmend. Beim jungen Wein sind blumige Aromen, frische Früchte, Konfitüre und Ahnungen von Gewürzen auszumachen. Die rebsorteneigene Note ist gut integriert und deutlich. Sehr eindrucksvoll sind beim reiferen Wein die Anklänge von reifen Früchten, Unterholz und balsamische Noten.
Geschmack: Samtig. Am Gaumen stechen nachhaltige Noten von schwarzen Beeren, balsamische und mineralische Eindrücke und ein Hauch von Lakritze hervor, der sich gut einpasst.
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